Ich sitz' im Wald beim Schätzelein

G. Bartel

Ich sitz' im Wald beim Schätzelein,

es ist so lieb, so hold;

hat Augen klar wie Sonnenschein

und Haar wie flüssig Gold.

Es lauscht der Wind dem Liebeswort,

die Vögel seh'n uns zu;

die Blätter sagen immerfort:

Wie lieb, wie lieb bist du!

Verrat' uns nicht, ich bitte schön,

du froher, lust'ger Wind;

ihr Vögel habt doch nicht geseh'n,

dass ich geküsst das Kind?

Doch wenn der Frühling sich erneut

nach langer Winternacht

und Blumen auf die Erde streut,

wenn hell die Sonne lacht,

dann plappert lustig, ihr Blätter all',

ihr Vögel, jubelt laut;

erzähl' dann der Wind mit frohem Schall:

Des Försters Kind ist Braut!