Auf Wiederseh'n!
G. Barth
Wie ich einst im Leben ferne
immer deinem Herzen stand,
so auch werd' ich jetzo scheiden,
nimmer, ach, von dir gekannt!
Aber wohl im Ernst der Tage
wird auch dich vielleicht dein Los
einstens über Gräber führen,
die so still im tiefen Schoß.
Und es wird dann, ewig liebend,
dich gewiss mein Geist umweh'n,
und an meinem moos'gen Hügel
bleibest du verweilend steh'n.
Und durch der Zypresse Säuseln,
wie ein ferner Geisterchor,
schlägt mein Lebewohl so leise
klagend an dein lauschend Ohr.
Sieh, da werden dann die Tränen,
die dir in dem Auge steh'n,
schweigend in die Lüfte rufen:
Wiederseh'n, auf Wiederseh'n!