Es schaukelt mein Schifflein
G. Behrens-Senegalden
Es schaukelt mein Schifflein auf endlosen Wellen,
Und über mir endlos und rings um mich her
Ein schimmerndes Dämmern, ein Wehen und Schwellen,
Und nirgends die Grenze, wo Himmel und Meer.
Ein klingendes Rauschen, verstohlen und lüstern,
In lieblichem Takte den Nachen umzieht,
Es singt ja der Himmel, mit heimlichem Flüstern,
Das Weltmeer umarmend, ein bräutliches Lied.
So endlos ergossen in seliger Wonne,
Gehorchen sie beide dem ewigen Muß
Dem Weltengesetzte! -- Da hebt sich die Sonne
Und eint sie auf's Neue mit flammendem Kuß.