Der Mond wob Diamanten
G. Bumcké
Der Mond wob Diamanten um uns beide,
Wir schritten durch die Gartentür ins Feld.
Ein Nebelstrom durchflutete die Weide,
Es duftete die frischerblühte Heide,
Und reich an Segen war die Sommerwelt.
Die Nacht ging silbern wie der Sternenreigen,
Aus tiefem Lande klang ein Mühlenwehr.
Ich fühlte Deinen Kopf sich zu mir neigen,
Zum ersten Mal ward mir Dein Mund zu eigen,
Und unsere Hände liessen sich nicht mehr.
So schritten wir der Dünenwelt entgegen,
Die blass sich hob gleich einem Geisterreich.
Uns konnten ihre Schauer nicht bewegen,
Uns war die Welt wie lauter Licht und Segen,
Und unsere Herzen waren gut und reich.