Das Glück
G. Erlanger
Mit hellem Sang
Die Tage lang,
Zog durch die schattenreichen Auen,
Durch Haideland,
Im Sonnenbrand,
Ein Ritter, um das Glück zu schauen.
Betrübt und matt,
Des Wanderns satt --
Sein Haar begann schon zu ergrauen --
Hatt' er nicht Weg,
Hatt' er nicht Steg
Gefunden, um das Glück zu schauen.
Als er erschlafft,
Gebeugt an Kraft,
Huscht' ihm ein Schatten vor die Brauen.
"O Schatten, sprich,
Wohin muß ich
Denn wandern, um das Glück zu schauen?"
" ' Im Monde, bleich,
Das Felsenreich,
Das Thal, wo Schatten nur und Grauen,
Durchziehe dann,
Du Rittersmann --
So wirst am Ende du das Glück erschauen... ' "