Frühling
G. Erlanger
Das Veilchen blickt aus dunklem Grund hervor,
Blatt, Baum und Halm und Blume streben
Nach neuem Sein, nach neuem, vollem Leben,
Rings alles blüht und sprießt zum Licht empor.
Und tausend Stimmen tönen durch den Wald,
Wie Sphärenruf, wie Orgelklang und Segen
Dem holden Frühling sehnsuchtschwer entgegen:
"Die deine, mein Geliebter, bin ich bald."