Im Weh
G. Erlanger
Wie weh mir ist, das weißt du Holde nicht,
Wenn auch dein Aug sich sorgend auf mich heftet,
Wie's mich verzehrt, wie das zerbrennt, zerbricht,
Wie meine Kraft sich in der Glut entkräftet.
Das Künftige erbleicht vor meinem Blick
Und das Gewesne, das Erinnern schwindet,
Denn jeglicher Gedanke sinkt zurück,
Der du nicht bist, der dich nicht sucht und findet.
Mein Herz, mein Geist verloht in heißem Flug,
Die Seele brennt und meine Lippen beben.
,, Zehrt sie sich ganz auf? -- bleibt mir noch genug
Zum leben übrig?`` Und ich muß ja leben!