Lied im Frühling

G. Fischer

O du werthe Frühlingszeit,

Angethan mit Lieblichkeit,

Bist uns wieder kommen,

Und dein Segen

Allerwegen

Ist entglommen.

Läßt die lieben Gräser sprießen,

Und die Blumen sich erschließen.

Ja, du holder Sonnenschein

Blickest in die Welt hinein,

Scheuchest Nacht und Bangen;

Gibst den Matten

Licht und Schatten,

Lust und Prangen.

Weckst die Vöglein auf den Bäumen,

Daß sie ja kein Lied versäumen.

Und ihr muntern Vöglein all,

Mit der Stimme hellem Schall,

Laßt euch nimmer wehren.

Fromme Weisen,

Gott zu preisen,

Wollt ihr lehren,

Daß mit vollem frohem Klingen

Ich dem Schöpfer auf mag singen.

Auf, hinauf zu Gottes Thron,

Fromm und freudig, Ton an Ton,

Schwingt euch meine Lieder

Durch die Felder,

Durch die Wälder,

Auf und nieder,

Durch die Thäler, durch die Klüfte

Zu den Höhen, in die Lüfte.