Soldatenleben im Siebenjährigen Kriege

G. Fischer

Kein besser Leben

Ist auf dieser Welt zu denken,

Als wenn man trinkt und ißt

Und läßt sich gar nicht kränken;

Denn ein Soldat im Feld

Sei'm Herren dienet treu,

Hat er gleich nicht viel Geld, -

Hat er doch Ehr dabei Valleri,

Vallera, vallera!

Sein Häuslein ist sehr klein,

Von Leinwand ausgeschnitten,

Der Boden sein Bett allein,

Mit Stroh nur überschüttet.

Der Rok meine Deck',

Worunter ich schlaf' ein,

Bis mich der Tambour weckt,

Dann muß ich munter sein. Valleri,

Vallera, vallera!

Wenn's heißt, der Feind rückt an,

Und die Kartaunen blitzen,

Freut sich jedermann,

Zu Pferd muß alles sitzen.

Man rückt ins weite Feld

Und schlägt sich tapfer rum;

Der Feind kriegt Schläg' statt Geld.

Wer's Glück hat, kommt davon. Valleri,

Vallera, vallera!

Wenn ich gestorben bin,

So tut man mich begraben

Mit Trommel und mit Spiel,

Wie's die Soldaten haben.

Drei Salven gibt man mir

Wohl in das Grab hinein, -

Das ist Soldatenmanier!

Laßt andre lustig sein. Valleri,

Vallera, vallera!