An das Abendroth

G. Flügel

Wann das Abendroth die Haine

Mit den Abschiedsflammen küßt, --

Wann im prächt'gen Morgenscheine

Lerchenklang die Sonne grüßt, --

O dann werf' ich Jubellieder

In's Lobpreisen der Natur,

Echo spricht die Töne wieder,

Alles preist den Ew'gen nur.

Mit den Quellen geht mein Grüßen,

Und das taube Herz in mir

Hat dem Gott erwachen müssen,

Der uns schirmet für und für.

Meereswogen laut erklingen,

In den Wäldern wohnt manch Schall;

Und mir sollten nicht besingen

Da die Freude überall?