Das Lied vom Glücke

G. Gerson

In Tempes Schatten, auf Rosenmatten

wohnt Freud' und Scherz,

doch blüh'n auch Freuden wohl auf den Heiden

ist rein das Herz.

Sieh! Bächlein winden dort in den Gründen

sich durch die Flur.

Laß nicht die Welle, dich führt zur Stelle

selbst die Natur.

Gleich diesem Fluße zeigt im Genuße

uns Pflicht die Bahn.

Fest sie zu fassen, sie nie zu lassen,

ist wohlgethan.

Getreu dem Willen, Pflicht zu erfüllen,

sey Glückes Werth.

Ach! oft versaget, oft schwer verjaget

wird's leicht entbehrt.

Bey Schicksals Walten, es rein erhalten,

ist Glück schon hier.

Dies Glück zu ehren, das wird dich lehren

der Gott in dir.