Edwina

G. Gerson

Es treibt mich fort, mit Trauerschwingen folgt,

Nattern gleich, Erinn'rung nach.

Nichts kann die Ruh' mir wieder bringen

Nichts; die Furie bleibt immer wach.

Die Stürme brausen.

Wolken ziehen, es wankt

mein Fuß am Wogenmeer,

zu Lethes Ufer möcht' ich ziehen.

Edwina, ach! Edwina liebt mich nicht mehr.

Fluch euch, ihr jugendlichen Haine;

Fluch dir, Natur, so sanft und mild,

in eurem lieblichen Vereine

seh' ich nur der Verlor'nen Bild

O schwingt! ihr süßen Harmonien,

der frohen Waldbewohner Schaar,

es tönt in euren Melodien verliebend,

was liebend mir Edwina war.

Verbirg dein Strahlenhaupt, o Sonne,

Hüll' es in meiner Schwermuth Nacht,

gleich deinem Blick, voll sanfter Wonne,

hat mir Edwina einst gelacht.

Zerbrich mein Schmerz der Seele Hülle

erlösche meines Geistes Licht,

umarme mich, du Grabesstille,

denn ach! Edwina liebt mich nicht.