Den Blüthenbaum durchhaucht mit Duft

G. Hasse

Der Blüthenbaum durchhaucht mit Duft

Die linde, weiche Abendluft,

Der ich die Brust erschlossen;

Mein Herz wie eine Knospe liegt

In Blüthenträume eingewiegt,

Von Blüthenduft umflossen.

Da blickt der Mond in's stille Thal

Und kaum hat sich sein milder Strahl

In meine Brust ergossen,

Als auch mein Herz, vom Traum erwacht,

In heiligstiller Mondscheinnacht

Als Blüthe sich erschlossen.