Natur, die Trösterin

G. Henschel

Wenn du im Leid nach Mitleid bangst,

Geh' in den grünen Wald;

Der Trost, nach dem du heiß verlangst,

Gib Acht, er wird dir bald!

Mit tausend Augen, tief und lind,

Blickt die Natur dich an,

So treu, wie nur ihr liebstes Kind

Die beste Mutter kann.

Von Menschen kommt die Noth und Pein,

Die welt hat Trug und List,

So flüchte dich, wo du allein

Mit Gottes liebe bist!

Da schmilzt das starrste Erdenleid,

Ach, Alles, was dich kränkt,

Im Flammengruß der Herrlichkeit,

Die er dir täglich schenkt.