Herzensload

G. Hölzel

Wie i bi vawichen zu mein Dirndal g'schlichen,

Hob' beim Fensta freundla eini guckt;

Do sieh ich's mit Schmerzen a oudas Biabel herzen,

Daß mi bis in d'Seel hat bluti' zuckt;

Und i geh gonz stad mit mein Herzensload,

Hob den Weg zum Dorf hinaus verfehlt;

Gibt's denn gor kan Wöh, gibt's denn gar kan Stöh,

Der mi außi führat aus der Welt?

Konn's denn mögli sei, mit Herz und Mund wars mei',

Mei' Glück, mei' Alles wor ja nur in ihr;

Denkts i hob eng's g'sogt, s'hat mi g'kröfti packt,

I moa as wird bold aus sei' scho' mit mir.

Das wir i eng bitten, duits mei' kloani Hütt'n.

Und wos drin is', treu ihr übergöb'n;

Drum werd's mi nit schelten, i kaun's nit vergelten,

Denn dö kurzi Liab war's ganze Löb'n.

Verzweiflung treibt mi fort, von dem stillen Ort,

Wo Liab und Treu für mi' vaschwund'n is,

Wo i so treu hob' g'liabt, intzt so tiaf betriabt,

S'derf mir kaner trauen, glaubts mir's g'wiß.

I konn nimma bleib'n, s'thut mi 'weita treib'n,

I muß ganz außi schon aus diesen Löb'n;

Nimm mich auf zu Dir, i scheid' recht gern von hier,

Auf Erd'n kaun's für mi' ka Glück mehr göb'n.