Serenata
G. Hoth
Sternlein streuen milden Schlummer
Wieder aus in sanfter Ruh',
Tages Freude, Tages Kummer
Deckt die Nacht in Frieden zu:
Holdes Liebchen, schlaf' auch du,
Schlafe, schlaf' in süßer Ruh'!
Blumen nur auf lauen Wogen
Senden Düfte noch empor,
Und auf ihnen kommt gezogen
Sel'ger Träume lieblich Chor:
Holdes Liebchen, träum' auch du,
Träume, träum' in süßer Ruh'!
Träum' von jenem stillen Thale,
Wo ich dich zuerst gesehn,
Wo ich dir zum ersten Male
All' mein Sehnen durft' gesteh'n,
Liebchen, träum' von goldner Zeit,
Träum' der Liebe Seligkeit!