Der Frühling, der sich neu belaubt

G. Jenner

Der Frühling, der sich neu belaubt,

Wohl ist er wunderbar,

Doch seh ich nur dein liebes Haupt,

Dein schönes, braunes Haar.

Die blauen Veilchen seh ich nicht,

Vor deinen Augen blau,

Zu Wald und Wiese geh ich nicht,

Ich geh zur "lieben Frau".

Und was ich bete, bist nur du,

Und was ich denke: dein!

Und schließ ich spät die Augen zu,

Dein Bild dringt doch hinein.

Da steht's in aller Blumen Pracht,

Da steht's in Jugendgrün,

Kein Winter schadet, keine Nacht,

Für immer wird es blühn.