Der Wald ist kahl

G. Jenner

Ach fänd ich deine Spuren bloß --

Wie wollt ich gehn, wie wollt ich spähn! --

Der Wald ist kahl und blätterlos,

Und du bist fort, bist nicht zu sehn.

Der Wald ist kahl und öd der Steig,

Und mir ist trüb' und mir ist schwer.

Die Blätter modern in dem Teich,

Es grünt nicht mehr, es blüht nicht mehr.

Ach schallte mir dein leichter Gang

Wie Vogelsang, wie Vogelschritt!

Mir brächt er Blumen und Gesang

Und Frühling mit,

den Frühling mit!

Mir brächt er, was so lieblich war,

Wie Sonnenlicht, wie Mondenlicht,

Er brächte mir dein Augenpaar,

Dein Angesicht, dein Angesicht!