Verlass mich nicht
G. Jenner
Verlaß mich nicht! du, die mich nun geleitet,
Wohin mich ferner meine Füße tragen,
Vom Morgen an, bis mir die Sterne tagen,
Und durch die Nacht im Traume mich begleitet.
Verlaß mich nicht! Du die mir Ruh bereitet,
Den Frieden mir nach allem Mühn und Jagen,
Das Echo meiner Freuden, meiner Klagen,
Des stillen Seufzers, der der Brust entgleitet.
Ein Wunder hat dich her zu mir geführet,
Mein Morgenstern nach langem dunkeln Nachten,
Mein Abendstern am dunkeln Horizonte.
Wie einem Wandrer, nahe dem Verschmachten,
Ein Licht, ein Hoffnungsstrahl das Auge rühret,
So kamst du, da ich kaum noch hoffen konnte.