Komm', lasse satteln Dich, mein Ross

G. Kogel

Komm', lasse satteln dich, mein Roß, nicht schnaube,

Ich muß noch heute sein bei meiner Taube;

Schon in den Bügel ist mein Fuß gestiegen,

Doch längst voraus ließ ich die Seele fliegen.

Dort fliegt ein Vöglein, ist uns vorgeeilet,

Es sucht sein Liebchen, das auch ferne weilet.

Rasch, überhol' es, Roß, mit flinkem Beine,

Es liebt sein Lieb nicht mehr, als ich das meine!