Schlachtgebet
G. Lazarus
Mächtiger Führer und Füger im Himmel dort oben,
Vater der Völker, den dankbar wir preisen und loben:
Steh du uns bei,
Mach von den Feinden uns frei,
Die sich ringsum erhoben!
Herrlich gewaltet hast du und gekrönt unser Streben,
Hast uns nach mühvollem Ringen den Frieden gegeben;
Krone und Reich
Gabst du und Einheit zugleich,
Ruhmvolles Wirken und Leben!
Finster nun ballt sich im Osten und Westen ein Wetter,
Drohend erdröhnet der Kriegesdrommeten Geschmetter;
Halte die Hand
Schützend ob Kaiser und Land,
Sei du uns Rater und Retter.
Vater, du weißt es, wir haben den Zwist nicht begonnen,
Mißgunst und Bosheit hat tückisch ein Netz uns gesponnen.
Ziehn wir das Schwert,
Gilt es dem heimischen Herd,
Nicht sind auf Ruhm wir gesonnen.
Vater im Himmel, drum hör unser brünstiges Flehen,
Laß im erzwungenen Kampfe uns siegreich bestehen:
Laß im Gefecht
Nicht unterliegen das Recht,
Laß es zur Seite uns gehen!