Gewitterregen

G. Raab von Rabenau

Wie grimm du magst die Flügel schlagen,

O Sturm, ich achte dein nicht viel.

Die schweren Tropfen, wie sie jagen!

Ich schöpfe dreist frohlockendes Behagen

Aus wildem Plätscherspiel.

Mir ist, als könnt' ich schier gesunden,

Wenn solch ein Tropfen groß und voll

Den Weg in meine Brust gefunden,

Zur Stelle, wo die brennendste der Wunden

Und wo der tiefste Groll.