So geht's
G. Rauchenecker
Ein Bursche zog aus, zu wandern
hinaus in die weite Welt,
von einem Orte zum andern,
vom Rheine hinauf zum Belt.
Er schnürte sein Bündel, marschierte von Haus,
und schaute ein Mägdlein zum Fenster hinaus,
dann lacht' er: „Haha! Juvivallerallera!
Du sollst mich nicht kirren!
Will Vöglein gleich schwirren
durchs Leben dahin, trallera!“
So sah er viel' Dörfer und Städte,
schlief ruhig des Abends ein;
ihn scherte nicht Grete noch Jette,
sein Herz blieb kalt wie ein Stein.
Und schauten sie alle auch schmachtend ihn an,
und konnte er sein auch im Korbe der Hahn,
er lachte: „Haha! Juvivallerallera!
Ihr sollt mich nicht kirren!
Will Vöglein gleich schwirren
durchs Leben dahin, trallera!“
O Vöglein, du wirst doch gefangen,
da hilft kein prahlend' Geschwätz!
Zwei Äuglein, listige Schlangen,
die stellen dir heimlich das Netz!
Dann zippelst und zappelst du sorglos hinein,
da hilft dir kein Sträuben, da hilft dir kein Schrei'n!
Ein Weibchen, haha! Juvivallerallera!
wird dann dich schon kirren,
und aus ist das Schwirren
durchs Leben dahin, trallera!