Wie lieb ich dich

G. Rauchenecker

Seh' ich die Vögelein

flattern im grünen Hain

lustig daher, dahin,

so mit vergnügtem Sinn,

kommt's mir ins Herz hinein,

möchte solch' Vöglein sein,

Vöglein im Hain!

Seh'ich die Blümlein lind

kosend im Abendwind,

wiegen sich hin und her,

wird mir das Herz so schwer;

möcht' unter Küssen fein

wohl ein solch' Blümlein sein,

Blümlein so lind!

Schläng' er den Arm um mich,

spräch' er: „Ich liebe dich!“

küssend mir Stirn und Mund -

o süße, trunk'ne Stund'!

O, somit dir allein,

wie würd' ich selig sein!

Wie lieb' ich dich!