Ach! du bist fern

G. Rebling

Wollt's klagen nicht,

Mich schicken drein,

Behalten ganz für mich allein!

Doch schon beim frühsten Morgenlicht,

Eh noch versank der letzte Stern,

Da brach's hervor: Ach! du bist fern!

Ich kam zum Wald

Und seinem Glück

Und wieder aus dem Wald zurück,

Den jeder Vogel wußt es bald

Und sang's im Moos dem Blumenstern

So wehmutsvoll: Ach! du bist fern!

Ich kam ins Feld,

Vom Feld zum Strand,

Zog weithin an des Ufers Rand,

Bis wo die Fluth am Fels zerschellt;

Sie hätte mir's verschwiegen gern,

Doch wieder klang's: Ach! du bist fern!

Kein Gruß, kein Dank

Ward mir zu Theil,

Auch als ich schritt zurück in Eil;

Und als die Sonn' im Strom versank,

Sah jäh herab der Abendstern

Und klagte mir's: Ach! du bist fern!