Die Mühle
G. Rebling
Da unten geht die Mühle,
Sie hat nicht Ruh noch Rast,
Es hat zu wildem Spiele
Sich Bach und Rad gefaßt.
Es wirft sich auf die Sprossen
Der Bach mit lautem Mund,
Das Rad wirft unverdrossen
Den Ritter in den Grund.
Nur einmal schweigt das Streiten,
Wenn früh im Morgenstrahl
Die Sabbathsglocken läuten
Vom Berg ins tiefe Thal.
Was geh' ich nach der Mühle
Und sitze manche Stund'?
Ich habe solcher Spiele
Genug im Herzensgrund.
Die Wasser drehn und sieden,
Die Räder lärmen drein.
Wann läuten mir den Frieden
Die Sabbathsglocken ein?