Die Küsse
G. Rijken
In Salonichi war es nicht,
Nicht war's im schmucken Städtchen,
Im armen Wlachenlande liebt'
Ich einer Wittwe Mädchen.
Jetzt schmücke, Mutter, schmück' das Haus,
Und schmücke deinen Garten!
Die Tochter dein so hold und fein
Soll mich als Braut erwarten.
Sie hat die Lippen rosenroth
Gefärbt mit röthem Scheine;
Ich neigte mich und küsste sie,
Und färbte auch die meinen.
In dreien Flüssen wusch ich sie
Und färbte roth die Flüsse,
Und färbte roth das Meer dazu
Durch ihre rothen Küsse.