Die Blumen

Spontini, Gaspare

Wenn des Herbstes Stürme wehen,

senken trauernd wir das Haupt,

Vom kalten Hauch getroffen

stehn wir öde und entlaubt,

Uns're Königin, die Rose,

aufgeblüht in stolzer Pracht,

Hat den zarten Schmuck

der Blätter auch zum Opfer dargebracht,

Und ihr folgten alle Schwestern

in das schauervolle Grab,

Eine nach der andern

neigte wehmuthsvoll ihr Haupt hinab,

Nur des Epheus dunkle Zweige

blicken mit dem frischen Grün

Freundlich aus dem kalten Boden

wenn die andern all' verblühn!

Sie sind froher Hoff'nung Zeichen

dass wir doch nicht ganz vergehn

Und einst mit dem schönen Frühling,

blühend wieder auferstehn