Sein Diener!

G. Telemann

Sein Diener! ei das lautet fein,

wenn heutzutage groß und klein

von ungefehr zusammen rennen,

und gleich von dienstbegierde brennen;

da bückt sich nicht der Kopf allein,

da kratzt nicht nur ein jedes Bein,

der angemasste Liebeschein

erfodert auch diss wort zu können:

sein Diener!

Sollt' ich der gleichen tun? nein, nein,

ich gehe keine Knechtschaft ein;

wem ich mich soll verbunden nennen,

muß erst mir seine Kundschaft gönnen;

wo nicht, so mag ein andrer sein

sein Diener.