Die junge Nonne
G. van Eijken
Es lehnt die junge Nonne am Gitterfensterlein,
die Liebe Abendsonne scheint in die Zell'hinein,
der Epheu rankt sich zitternd an ihremn Fenster hin,
nicht weckt das Aveläuten die arme Träumerin.
Und drunten in dem Tale da bläst ein Postillion
gar muntre Melodieen, der Wind trägt sie davon,
trägt sie hinauf zum Kloster. Sie lauschet lang dem Klang
der Wind hat eine Träne geküsst von ihrer Wang'.