Auf dem Friedhof
Gabriel Fauré
Glücklich, wer hier stirbt
wie die Vögel der Flur!
sein Leib wird neben seinen Freunden
ins Gras gebettet, unter Gesängen.
Er schläft einen guten, roten Schlaf
unter dem strahlenden Himmel.
Alle, die ihn kannten, sind gekommen
und bereiten ihm einen langen Abschied.
An seinem Kreuz verweilen die weinenden Eltern,
knieend,
und seine Gebeine unter den Blumen
werden von den Tränen getränkt.
Jeder kann auf dem schwarzen Holz lesen,
ob er jung war oder nicht
und ihn mit aufrichtigem Bedauern
beim Namen nennen.
Wieviel unglücklicher sind die dran,
die auf dem Meer sterben
und sich unter den tiefen Fluten
weit von ihrem geliebten Land entfernen!
Ach, die Armen! Anstelle eines Grabtuchs
haben sie nur die grünen Algen,
in denen sie hin und herollen, unbekannt, nackt,
mit weit aufgerissenen Augen.