Herbst

Gabriel Fauré

Herbst der nebligen Himmel, der traurigen Horizonte,

der kurzen Abenddämmerungen, des blassen Morgenlichts,

ich sehe deine melancholischen Tage

wie einen Strom vorüberziehen.

Auf den Schwingen des Bedauerns getragen,

- als ob man seine Jahre noch einmal leben könnte! -,

fliegen meine Gedanken träumend über jene verzauberten Höhen,

wo einst meine Jugend lachte.

Im klaren Licht einer gewonnenen Erinnerung fühle ich,

wie die verstreuten Rosensträuße wieder aufblühen

und Tränen in den Augen aufsteigen,

Tränen, die mein Herz mit zwanzig schon vergessen hatte.