Ich bin an Bord eines Schiffes gegangen, das tanzt

Gabriel Fauré

Ich bin an Bord eines Schiffes gegangen, das tanzt

und von einer Seite zur andern schwankt und schaukelt und wiegt.

Meine Füße haben die Erde und ihre Wege vergessen,

die geschmeidigen Wellen haben mich andere Kadenzen gelehrt,

schöner als die müden Rhythmen der Menschenlieder.

Ach, war meine Seele dazu geeignet, unter euch zu leben?

Meine Brüder, ich habe viel gelitten auf allen euren Erdteilen.

Ich will nur, dass das Meer, ich will nur, daß der Wind

mich wie ein Kind schaukelt im Wellental.

Außerhalb des Hafens, der nur noch ein verschwommenes Bild ist,

brennen die Abschiedstränen nicht mehr in meinen Augen.

Ich kann mich nicht mehr an meine letzten Lebewohls erinnern...

O mein Schmerz, mein Schmerz, wo hab ich dich gelassen?