Die letzte Rose

Georg August Behrens-Senegalden

Da welkt am Fenster die letzte Rose!

Leb wohl, leb wohl, du armes Kind!

Es grüßet dich, die thränenlose,

Vom Norden der Wind, der eisige Wind,

Vom Norden der Wind - er klopft an die Scheiben,

Er klopft mit den starren Fingern an!

Er will an das weinende Fenster schreiben,

Was die böse Welt uns angethan.

Kein rettender Thau wird dir erscheinen!

O Rose, dein Kelch ist ein Kelch der Passion!

Wir haben Beide verlernt zu weinen;

Wir sind so jung noch, und welken schon!