Der Kreuzgang von Santo Stefano

Géza Frid

Ein Wändeviereck, blaß, vergilbt und alt,

Ehmals von Pordenones Hand bemalt.

Die Bilder fraß die Zeit. Du siehest nur

Mit schwachem Umriss hier und dort die Spur

Verwaschener Fresken noch: ein Arm, ein Fuß --

Vergangener Schönheit geisterhafter Gruß.

Ein Kind mit Augen auf, die lustig lachen

Und den Beschauer seltsam traurig machen.