Der Tanz

Gioacchino Antonio Rossini

Sieh den Mond im Meere glänzen,

Mutterchen, wie tanzt's sich schön,

und zu frohen, muntren Tänzen

Siehst du die verliebten gehen!

Rasch ihr Mädchen, schön und listig,

kommt zum Tanze, kommt in Eil',

seht, ein Tänzer, schmuck und rüstig

einer jeden wird zu Teil!

Bis die Sternlein untergehen

Und der Mond den Lauf vollbracht

wird der Schönste tanzend drehen

seine Schönst' die ganze Nacht

Nun geht's vorwärts, jetzt zurücke,

wirbelnd woget jedes Paar,

Wonne strahlt aus jedem Blicke

Lust beseelt die frohe Schar!

Halt die Blonde jetzt umfangen,

und die braungelockte dann

lass' die mit den Rosenwangen,

schliess dich an die blasse an!

Tanz erfreuet mich herzinnig

Tanz erhebt mich Himmel an,

Tanze ich dann bin ich

Mehr als Fürst und Grossultan!

Mutterchen, Mutterchen...