Die Seeleute

Gioacchino Antonio Rossini

Seemann, sei wachsam!

Ich bin wachsam.

Schon dunkelt die Nacht,

der gute Wind wechselt.

Es tosen die Wellen:

Bald wird sich die See mächtig erheben.

Seemann, sei wachsam!

Ich bin wachsam, Oh!

Gib acht!

Zieh, lass nach,

Zum Bug, zum Heck,

Hol die Segel ein,

weiter, weiter,

schon drehen wir ab.

Wohin fahren wir?

Wer weiß?

Seemann, sei wachsam!

Ich bin wachsam.

Der Donner rollt,

der Wind pfeift,

der Blitz leuchtet.

Wasser im Schiff!

Wo? Da.

Nur Mut, ich werde siegen.

Seemann, sei wachsam!

Ich bin wachsam.

Wenn auch das Unglück wütet,

nie wird mich Furcht erfassen.

Mein Engel an der Lagune,

so glaub ich fest, wird beten.

Seemann, sei wachsam!

Ich bin wachsam.

Jetzt wird der Himmel heiter,

die Sonne bricht mit ihrem Glanz hervor,

der Regenbogen wurde zu uns geführt

vom Gebet der Liebe.

Wenn ich an Land gehe, werde ich meine Schöne

tausendmal küssen,

sie wird immer der Leitstern

ihres treuen Seemanns sein.

Zum Lande, zum Lande,

es lebe die See.