Leben Herbstlied
Gustav Heinrich Graben-Hoffmann
Fahre wohl, du holde Liebe!
Deine süße Zeit ist um;
Was auch sonst mir Schönes bliebe,
Dein Geflüster wird nun stumm.
Kämst du noch zu meinen Wegen,
Traun, die Menschen lachten dein.
Kaum in diesen Zitherschlägen
Darfst du mir lebendig sein.
Alle hat ja seine Blüthe,
Alles findet ja sein Grab;
Was im Frühlingslicht erglühte,
Fällt im Herbst erkältet ab.
Tausend haben dies gesungen,
Tausend singen's künftig auch;
Sei dies Lied denn mit erklungen
Nach de großen Chores Brauch.