Benedeit die sel'ge Mutter
Gustav Schmidt
Benedeit die sel'ge Mutter,
Die so lieblich dich geboren,
So an Schönheit auserkoren --
Meine Sehnsucht fliegt dir zu!
Du so lieblich von Geberden,
Du die Holdeste der Erden,
Du mein Kleinod, meine Wonne,
Süße, benedeit bist du!
Wenn ich aus der Ferne schmachte
Und betrachte deine Schöne,
Siehe wie ich beb' und stöhne,
Daß ich kaum es bergen kann!
Und in meiner Brust gewaltsam
Fühl' ich Flammen sich empören,
Die den Frieden mir zerstören,
Ach, der Wahnsinn faßt mich an!