Zwei Sternlein machen mich jung und alt

H. Bill

Zwei Sterne machen mich jung und alt

Und haben über mich alle Gewalt

Mit ihrem Blitzen und Blinken;

Ich weiß auch einen rothen Mund,

Ach! daran könnt' ich mich gesund

Von allen Schmerzen trinken.

Doch Eine geht dahin und lacht

Und will mich nicht verstehen,

Wie der Sommer in seiner Pracht

Nichts weiß von des Winters Wehen.

Die Vöglein singen das alte Lied,

Daß nie von Leide sich Liebe schied,

Ich schweige in sehnenden Ängsten.

Ich wollte, es käme im Abendroth

Den Weg mir entgegen der bleiche Tod

Und spräche: Nun littst du am längsten!

Wohl mag sich freuen am Sonnenstrahl

Der Frohe auf Bergesgipfel,

Ich liege klagend im schattigen Thal,

Und oben glänzen die Wipfel.