Bischof Albero von Trier
H. Dorn
Bischof Albero von Trier
Sollte hin gen Sachsen kommen;
Frieden stiften wollt man hier,
Dacht' sein Rath der würde frommen:
"Lust gibt Liebe, Wein macht froh,"
Sprach der kluge Albero.
Chorus
Juchhe Moselland,
Moselwein und Moselstrand,
Ju - ju- ju- ju- juchhe! '
Bracht viel Moselwein zu Schiff,
War jedoch dabei sehr wählich;
Daß man ja zum Besten griff,
Trank zur Prob' er dran sich selig.
Den er so an sich erprobt
Hat er also dann gelobt:
(
Chorus
An der Werra männiglich
Saßen Waiblinger und Welfen,
Thäten statt versöhnen sich
Immer keifen und belfen.
"He!" rief Albero, "herein,
Mundschenk mit dem Moselwein!"
(
Chorus
Wie's dem Sachsenherzog schmeckt,
-- Heinrich, ihm benamst der Stolze, --
Wie er von dem Safte leckt,
Der entsproß dem Moselholze.
Und mit Augen halbverzückt
Er die Hand dem Kaiser drückt.
(
Chorus
Weltlich, geistlich hohe Herrn,
Herzög', äbte, Bischöf', Fürsten
Folgten seinem Beispiel gern,
Täten alle da nicht dürsten,
Lepold, Albrecht auch der Bär,
Sobieslaw tranken schwer.
(
Chorus
"Laß uns trinken Brüderschaft,
Bruder Heinrich!" sprach der Kaiser.
"Top es gilt, beim Moselsaft,
Niemals sprach ein Kaiser weiser!"
-- Arm in Arm sie trinken zu,
Kuß auf Kuß, auf Du und Du.
(
Chorus
Alle andern folgten dann,
Hei! das gab da ein Schmoliren,
Klingen, Trinken, Mann für Mann,
Herzen, Küssen, Jubiliren!
Schmunzelnd strich der Albero
Sich den Bauch, dan jauchzt er froh:
(
Chorus
Moselwein, grüngoldig Naß,
Hast den andern Tag beschieden
Deutschem Reich, entbrannt in Haß,
Statt des blut'gen Krieg's den Frieden.
Lust und Liebe perlt in Dir,
Drum, wie jene, trinken wir.
(
Chorus
Moselwein, Du Wein so gut,
Wein, so söffig, blumig, göhrig,
Hebst so freundlich frohen Mut,
Bannest Hader noch so störig.
Fließe drum ins Römerglas,
Fließ hinunter, edles Naß!
(
Chorus