Im Thale

H. Engel

Der Blumen Glöckchen klingen,

Und nicken hold sich zu,

Und muntre Vögel singen:

Wie schön bist Frühling du!

Es grüßt die junge Erde

Des Lichtes erster Strahl,

Da zieht mit ihrer Heerde

Die Hirtin in das Thal.

Wie Brautgesang erschallet

Ihr süßes Morgenlied;

Wie's durch die Wälder wallet,

Und durch die Felsen flieht.

Da tönt aus blauer Ferne

Des Senners Alphorn hin,

Zu Thal zög' er so gerne,

Im Thale weilt sein Sinn.