Schon rauscht in dunkeln Wogen

H. Esser

Schon rauscht in dunklen Wogen

Das Meer der Nacht in's Thal,

Verschwunden und entflogen

Ist Tag und Sonnenstrahl.

Die Arbeit, die da lärmte,

Sie liegt in tiefer Ruh;

Der Gram auch, der sich härmte,

Schließt seine Augen zu.

Umhangen von grünen Bäumen

Und dem Frieden der Sommernacht,

Wie selig ist es, zu träumen

Von Blüthen und Sternenpracht!

Beruhigt schweigen die Schmerzen,

Die Sorgen groß und klein,

Und in dem lachenden Herzen

Zieht ein lachender Frühling ein.