Einen Strahlenkuss der Liebe

H. Fleischer

Einen Strahlenkuß der Liebe hat dir Gott gegeben,

Als er deinen Keim erweckte, mein geliebtes Leben.

Unter seinem blausten Himmel, seinem wärmsten Sterne

Ließ er deine Krone wachsen mit dem edlen Kerne.

Sollt' ich ihn verklagen, daß er unsre Hände trennte?

Preisen will ich ihn, daß er uns doch so Holdes gönnte:

Daß er dir der Schönheit Fülle gab auf Stirn und Brauen

Und zwei sel'ge Augen mir, dich dankbar anzuschauen.