Lied des Einsiedels

H. Fleischer

Wie seltsam hat sich dies gewendet,

Daß aller Wege wirrer Sinn

Vor dieser schmalen Tür geendet

Und ich dabei so selig bin!

Der stummen Sterne reine Nähe

Weht mich mit ihrem Zauber an

Und hat der Erde Lust und Wehe

Von meinen Stunden abgetan.

Der süße Atem meiner Geige

Füllt nun mit Gnade mein Gemach,

Und so ich mich dem Abend neige,

Wird Gottes Stimme in mir wach.

Wie seltsam hat sich dies gewendet,

Daß aller Wege wirrer Sinn

Vor dieser schmalen Tür geendet

Und ich dabei so selig bin,

Und von der Welt nur dies begehre,

Die weißen Wolken anzusehn,

Die lächelnd, über Schmerz und Schwere,

Von Gott hin zu den Menschen gehn.