Wiedersehn

H. Fleischer

Jahrelang ertrug ich das Leid:

Fernsein vom Strahl deines Blickes.

Aber vom Riegel befreit

Jäh nun aufspringen sie weit,

Goldne Tore des Glückes!

Horch, es erbraust das Geläut

Wiedersehnzeit uns vom Turme!

Was mich geschmerzt und gefreut,

Flattert ins Weite verstreut,

Naht mein Held sich im Sturme.

Mein! -- Und das Zeitrad zerschellt

Stockend im Schöpfungsgetriebe,

Himmel und Erde zerfällt,

Hoch aus dem Schutte der Welt

Schlägt die Flamme die Liebe!