Auf Schiras Rosengarten

H. Freiherr von Bach

Auf Schiras Rosengarten

Blickt mild der Sterne Pracht,

Und über duftenden Blumen

Wölbt sich die dunkle Nacht.

Die zarte Purpurrose

Quillt auf aus lichtem Grün,

Der Zephir lauscht und liebt sie,

Eilt sehnend zu ihr hin.

Er küßt die holde Blume,

Genießt das böchste Glück,

Sie giebt in süßem Dufte

Ihm jeden Kuß zurück.

Wie holde Sterne leuchtet

Der Liebsten Augenpaar;

Als dunkle Nacht darüber

Wölbt sich ihr schwarzes Haar;

Und unter diesen Sternen,

Und unter dieser Nacht,

Als holde Rosenknospe,

Ihr süßes Mündchen lacht.