Zur Nacht

H. Freiherr von Bach

Vorbei der Tag! Nun laß mich unverstellt

Genießen dieser Stunde vollen Frieden!

Nun sind wir unser; von der frechen Welt

Hat endlich uns die heilige Nacht geschieden.

Laß einmal noch, eh sich dein Auge schließt,

Der Liebe Strahl sich rückhaltlos entzünden;

Noch einmal, eh im Traum sie sich vergißt,

Mich deiner Stimme lieben Laut empfinden!

Was gibt es mehr! Der stille Knabe winkt

Zu seinem Strande lockender und lieber;

Und wie die Brust dir atmend schwellt und sinkt,

Trägt uns des Schlummers Welle sanft hinüber.