Welch ein Schweigen

H. Gál

Welch ein Schweigen, welch ein Frieden

in dem stillen Alpentale.

Laute Welt ruht abgeschieden.

Silbern schwankt des Mondes Schale.

Von den Wiesen strömt ein Düften.

Aus den Wäldern lugt das Dunkel.

Brausend aus geheimen Klüften

bricht der Bäche fahl Gefunkel.

Überm Saum der letzten Bäume

weiße Wände stehn und steigen

in die blauen Sternenräume.

Welch ein Frieden, welch ein Schweigen!