Der Winter ist vergangen
H. Huber
Der Winter ist vergangen,
der Regen ist dahin,
und Wiesenblumen prangen
zum Kranz der Schäferin.
Schon wird, den Hain durchirrend,
die Turteltaube laut,
die liebend girrt, und girrend
das Nest der Liebe baut.
Schon treibt die von den Toten
erstand'ne Lebenskraft
im Feigenbaume Knoten,
die Ranke trieft von Saft.
Sie duftet in die Laube
den Wohlgeruch hinein;
komm, Freundin, süße Taube,
komm in den Rebenhain!
Lass unter frohen Chören
von Wald- und Feldgetön
mich deine Stimme hören
und deine Schönheit seh'n!
Denn lieblich sind die Töne,
wenn deine Stimme schallt,
und hold ist deine schöne,
sanft lächelnde Gestalt.